STUDIE: Vertrauen in die Demokratie schwindet
Zitat Spiegel.de: Erschreckendes Umfrage-Ergebnis: Jeder dritte Bundesbürger glaubt nicht mehr, dass die Demokratie Probleme löst.
Die Forscher haben primär unterpriviligierte Menschen, also z.B. H IV-Empfänger als Grund für die wachsende Demokratieverdrossenheit ausgemacht und deuten das so, als würde der persönliche Misserfolg der Politik angehängt wird.
Aber ist es wirklich so verwunderlich, das die Politik mitverantwortlich gemacht wird? Die massiven Kürzungen im sozialen Bereich, ständig durch Inflationen, Spekulationen, zusätzliche Abgaben und Steuererhöhungen steigenden Lebenskosten, dazu progressive Steuersätze, die regelmäßig Einkommenserhöhungen ins Negative verkehren. Auf der Gegenseite stehen 30 Milliarden Euro an Steuergeldern, die laut dem Bund der Steuerzahler jedes Jahr verschwendet werden und für die niemand eine Verantwortung übernehmen will.
Aber es sind nicht nur die Armen, die sich von der Politik entfremdet haben. Überwachungswahn, wirkungsloser Aktionismus wie die geänderten Indizierungsregeln für Spiele, die jeder ohne Altersprüfung im Netz herunterladen kann, die “Hackergesetze” bei denen sämtliche Fachleute monatelang vor der entstehenden Rechtsunsicherheit gewarnt haben – und komplett ignoriert wurden und und und…
Die Politik scheint den Kontakt zum Volk/der Realität schon größtenteils verloren zu haben und es wird immer mehr Menschen klar, daß es dementsprechend auch immer weniger einen Unterschied macht, welche Partei man im Endeffekt wählt.
